Törggelen 18.11.2010
Die Studierendenvertretung an der UMIT lud am 18.11.2010 in die „Ritterkuchl zu Hall“ zum Törggelen ein. 44 Studierende der UMIT trafen sich um 19:00 Uhr, um gemeinsam einen mittelalterlichen Abend zu verbringen.
Zur Begrüßung wurde allen eine große Serviette umgebunden. Denjenigen unter uns, die noch nie den Törggele-Genuß der Ritterkuchl erleben konnten, wurde nun klar, dass wir tatsächlich auf mittelalterliche Art und Weise speisen würden. Mit den Fingern, schmatzend und laut.
Dazu gehörte auch, dass wir nach dem ersten (Brot mit Schmalz, Sülze und Topfen) und zweiten Gang (Gerstlsuppe) aus unserer Mitte einen Ritter wählen durften. Johannes, unser potentieller Ritter, musste noch einige Prüfungen bestehen um seinem Volk zu beweisen, dass er würdig ist uns zu führen. Mit Bravour bestand er die drei Prüfungen und konnte anschließend mit einer glühenden Ode an Katis Schönheit, diese davon überzeugen für diesen Abend sein Burgfräulein zu sein. Nachdem die beiden auch standesgemäß gekleidet worden waren, wählten sie sich aus unserer Mitte je einen Diener und einen Hofnarren. Auch Jörg und Martin als Diener unseres Ritters und dem Fräulein wurden passend gekleidet und die Hofnarren Alex und Patrick bekamen ein Harlekinkostüm.
Mittelalterlich ging es weiter. Der dritte Gang bestand aus Ripperln, Gselchtem, Kraut und Knödeln. Natürlich wurde alles zeitgemäß mit den Fingern gegessen und der Ritter und das Fräulein wurden natürlich von ihren Dienern gefüttert. Die Hofnarren erwiesen sich als nicht ganz so hilfsbereit und sangen uns lieber mit „Alle meine Entchen“ ein kleines Ständchen.
Den Höhepunkt bildete die „Entlassung“ der Diener und Hofnarren aus den Diensten des Ritters. Mit jeweils 10, oder vielleicht auch mehr, so genau haben wir das nicht genommen, Peitschenhieben wurden die zwei Diener für alle ihre „Vergehen“ bestraft und durften anschließend den Abend in Zivil ausklingen lassen. Die Hofnarren dagegen mussten zuvor noch ein Ständchen für das Volk singen. Anfänglich fiel es ihnen ein bisschen schwer, aber mit der richtigen Unterstützung konnten auch die beiden ihre letzte Aufgabe bestehen und den restlichen Abend als Studierende mit uns verbringen.
Nach dem vierten und letzten Gang (Kiachl und Kastanien) löste sich die mittelalterliche Gesellschaft langsam auf und uns bleibt nur noch dem Team der „Ritterkuchl zu Hall“ für die Gastfreundschaft und die tolle Bewirtung zu danken. Allen Studierenden sagen wir ein herzliches Vergeltsgott dafür, dass sie an diesem Spektakulum teilgenommen haben und wir gemeinsam diesen lustigen Abend verbringen durften.
Fotos von diesem mittelalterlichen Erlebnis findet ihr in unserer Fotogalerie.